10. September 2026

Stadtwerke geben Hinweise zum Schutz vor Betrug

  • Falscher Stadtwerke-Mitarbeiter bestiehlt Bürgerin in Meerbusch
  • Mitarbeitende erbitten Zugang zum Zähler, nicht zur Wohnung oder zu einzelnen Zimmern

Eine Meerbuscher Bürgerin ist kürzlich Opfer eines Diebstahls geworden, bei dem sich der Täter als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgegeben und eine typische gelbe Weste getragen hat. Da Betrugsfälle im Namen des Energieversorgers immer wieder vorkommen, hier noch einmal die wichtigsten Hinweise.

Wann benötigen die Stadtwerke Zugang zu Häusern?

  • Beim Wechsel eines Zählers: Haushalte erhalten in diesem Fall vom Messstellenbetreiber — das ist die Stadtwerke Service Meerbusch Willich GmbH (SG) — etwa drei bis vier Wochen vorher einen Brief. Darin wird der Zählerwechsel angekündigt und ein fester Termin vorgeschlagen. Wichtig: Mitarbeitende der SG stehen niemals ohne Ankündigung vor der Haustüre.
  • Die Stadtwerke Service Meerbusch Willich lesen regelmäßig die Zähler für die Jahresrechnung ab. Sie kündigen ihre Ableser über die Presse und auf der Webseite mit Namen und Foto an.
  • In Mehrfamilienhäusern befinden sich die Zähler für Strom, Gas und Wasser im Flur oder Keller. Mitarbeitende der SG werden also keinen Zugang zur Wohnung oder gar zu einzelnen Zimmern verlangen.

Wie können Bürger:innen die Mitarbeitenden der Stadtwerke identifizieren?

  • Bei seinem Besuch weist sich der Kollege mit seinem Personal- und Dienstausweis aus. Er trägt eine gelbe Weste mit großem Logo auf dem Rücken. Der Ausweis ist aus Hartplastik (wie auch Führerschein oder Kreditkarte) und zeigt auf der Vorderseite das Bild des Mitarbeitenden. Unter dem Schriftzug Stadtwerke Service Meerbusch Willich befindet sich ein kleines fälschungssicheres Hologramm.
  • Mitarbeitende der SG haben immer Verständnis dafür, dass Kundinnen und Kunden sich telefonisch beim Service Team rückversichern. Das Team ist montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr unter 021 59 9137 – 333 erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten können Bürger auch den Notdienst unter 0800 8 101 102 anrufen, um sich die Identität bestätigen zu lassen.

Generell gilt: Wer sich an der Haustüre bedrängt und unter Druck gesetzt fühlt, kann sich jederzeit unter 110 direkt an die Polizei wenden.

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte das unbedingt anzeigen. Denn von Betrugsmaschen sind meist viele Personen gleichzeitig betroffen. Jede Anzeige liefert den Behörden Hinweise, um Muster zu erkennen, Täter zu identifizieren und Betrugsnetzwerke aufzudecken.

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