Preis für Trinkwasser mit Jahresbeginn moderat gestiegen
Seit 1. Januar 2026 ist das Trinkwasser in Meerbusch moderat teurer. Der Kubikmeter, also 1.000 Liter Wasser, kostet jetzt einen Arbeitspreis von 1,82 Euro. Bislang lag er bei 1,77 Euro. Der monatliche Grundpreis ist von 14,98 auf 17,12 Euro gestiegen. Aufs Jahr umgerechnet, bezahlt ein Haushalt, der durchschnittlich 150 Kubikmeter Wasser verbraucht, 33 Euro mehr.
Wir decken damit erstens die gestiegenen Kosten für den Erhalt und die Modernisierung der Infrastruktur: Die Preise für Material, Tiefbau und Personal haben deutlich angezogen. Zweitens müssen wir die Kosten für die Aktivkohle-Filtrationsanlage umlegen, die in Anrath-Darderhöfe in Betrieb geht. Von hier aus werden auch Osterather Haushalte mit Trinkwasser versorgt.
Die Aktivkohle-Filtrationsanlage war notwendig geworden, nachdem vor zwei Jahren sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) im Wasser gefunden wurden. Diese Ewigkeitschemikalien lassen sich über die Filtration mit Aktivkohle wirksam aus dem Trinkwasser entfernen. In die Anlage haben wir 1,4 Millionen Euro investiert; jährlich fallen weitere 200.000 Euro für den Betrieb an. Alle anderen Meerbuscher Haushalte werden übrigens mit Wasser aus Lank oder durch die Kreiswerke Grevenbroich versorgt; dort hat es keine PFAS-Funde gegeben.
Dank der Aktivkohle-Filtrationsanlage halten die Wasserwerke die neuen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sicher ein. Sie gelten ab 12. Januar 2026 und legen die Obergrenze von 100 Nanogramm pro Liter Wasser für die sogenannten PFAS-20 fest. Zwei Jahre später kommen vier weitere per- und polyfluorierte Alkylverbindungen hinzu. Für sie gilt dann ein Höchstwert von 20 Nanogramm pro Liter.