Windkraft aus Willich: Jetzt können auch Nachbarn Sparbriefe zeichnen
Gute Nachricht für Bürgerinnen und Bürger aus Meerbusch, Kaarst und Korschenbroich: Sie können sich ab sofort am Windkraftprojekt Willich 3 in der Dickerheide beteiligen. Ursprünglich sollte die zweite Phase der Zeichnung von Sparbriefen erst im November beginnen — jetzt wurde sie vorgezogen.
Von den 1,5 Millionen Euro, die über die Bürgerbeteiligung finanziert werden, sind derzeit 65 Prozent abgerufen. Etwas mehr als 500.000 Euro stehen also noch zur Verfügung. „Wir sind sehr optimistisch, dass auch dieses Volumen ausgeschöpft wird“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Tafil Pufja. „Bei unserem zweiten Windkraftprojekt in Münchheide waren innerhalb von knapp vier Monaten alle Sparbriefe gezeichnet.“ Das zeige, dass sinnvolle lokale Investitionen den Nerv der Menschen treffen.
Zumal, wenn sie lukrativ sind: Der Zinssatz beträgt bei einer Laufzeit von zehn Jahren 3,25 Prozent; ausgeschüttet wird jährlich. Pro Person können Sie mindestens 1.000 Euro, maximal 10.000 Euro anlegen. Da dies ein öffentliches Beteiligungsverfahren im Rahmen des Bürgerenergiegesetzes Nordrhein-Westfalen ist, gilt die nationale Einlagensicherung. Sie gehen mit diesem Investment also keinerlei Risiko ein.
Mehr zu den Bürgersparbriefen und den Anlagen, die die Stadtwerke Willich und Meerbusch gemeinsam mit der BMR energy solutions GmbH realisieren, finden Sie auf der Informationsseite zum Projekt.

Fünf Turbinen produzieren jährlich rund 61 Millionen Kilowattstunden Strom
Die fünf Windkraftanlagen, die wir derzeit in der Willicher Dickerheide und am Rande des Gewerbegebietes Münchheide errichten, haben eine Gesamtleistung von rund 49,7 Megawatt. Die Menge an Strom, der hier produziert wird, liegt bei etwa 61 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Legt man einen jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh pro Haushalt zugrunde, lassen sich damit rund 17.400 Haushalte versorgen. Zur Einordnung: Meerbusch hat derzeit etwa 28.000 Haushalte.