Aktivkohle reinigt jetzt das Trinkwasser für Osterath
Am Montag, den 26. Januar, hat unsere neue Aktivkohle-Filtrationsanlage in Willich-Anrath ihren regulären Betrieb aufgenommen. Die technischen Anforderungen machten eine intensive Testphase notwendig, die in den Wochen seit Jahresbeginn lief.
Die Anlage wird dauerhaft dafür sorgen, dass die Wasserwerke Willich die neuen Grenzwerte für die sogenannten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) einhalten. Die Bürgerinnen und Bürger in Osterath können sich darauf verlassen, dass ihr Trinkwasser auch künftig qualitativ einwandfrei ist.
„Ich bin froh, dass die neue Anlage eine langfristige und sichere Grundlage für die Trinkwasserversorgung in Osterath schafft“, sagt Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke Meerbusch und der Wasserwerke Willich. „Denn die Diskussionen der vergangenen Wochen zeigen erneut deutlich, wie sensibel das Thema PFAS ist und welche Verantwortung wir als Wasserversorger haben.“
Mehr zu PFAS und unseren Umgang damit lesen Sie hier
Zahlen & Fakten zur Aktivkohle-Filtrationsanlage
| Anzahl Filterbehälter | Acht Filterkessel je 20 Kubikmeter Volumen |
| Filtermaterial | Aktivkohle aus Steinkohle Umstellung auf Kokosschalen möglich |
| Fördermenge | maximal 640 Kubikmeter/Stunde gesamt |
| Betriebsdruck | 1,5 bis 2,0 bar |
| Steuerung | Vollautomatisch via SPS mit Fernüberwachung |
| Grundfläche | ca. 900 Quadratmeter |

Die Verursacher zur Verantwortung ziehen
Die hohen Kosten für die Filtrationsanlage — 1,4 Millionen Euro Investition und jährlich 200.000 Euro für den Betrieb — werden über den Wasserpreis an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Natürlich hat die Wasserwerk Willich GmbH die Prüfung möglicher Schadens- und Ersatzansprüche veranlasst. Tafil Pufja: „Wir wollen die Verursacher der Verunreinigungen zur Verantwortung ziehen, um unsere Kundinnen und Kunden zu entlasten.“