Nahwärme & Fernwärme – was ist der Unterschied?

Technisch sind Nahwärme und Fernwärme das Gleiche. Eine Anlage produziert Wärme und bringt sie über ein Verteilnetz zu den Verbrauchern. Wir sprechen von Nahwärme, wenn die Entfernung zwischen Anlage und Verbrauchern weniger als einen Kilometer beträgt, von Fernwärme, wenn der Abstand größer ist.

Das Herz eines Nah- bzw. Fernwärmenetzes ist eine hocheffiziente Heizanlage, in der Regel bestehend aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und modernen Brennwertkesseln. Diese zentrale Anlage erzeugt Heizwärme, die über ein Verteilnetz aus gedämmten Erdleitungen und Hausübergabestationen in die angeschlossenen Gebäude gebracht wird.

Verbraucher von Nah- bzw. Fernwärme zahlen nicht für den Brennstoff, der in der Heizanlage in Wärme verwandelt wird – üblicherweise Öl oder Gas. Abgerechnet wird allein die tatsächlich übergebene Wärme, die ein Wärmemengenzähler in der Übergabestation jeder Hausanlage misst.

Nah- und Fernwärme bieten eine ganze Reihe von Vorteilen. Insbesondere ersparen Sie sich die Anschaffung, Installation und Wartung einer eigenen Heizanlage und schonen dank hocheffizienter Energieerzeugung unsere Umwelt.


Nahwärme & Fernwärme – alle Vorteile auf einen Blick

  • Beschaffung und Lagerung von Brennstoffen unnötig
  • Heizkessel unnötig, daher deutlicher Platzgewinn
  • Kamin unnötig, somit keine Kosten für den Schornsteinfeger
  • Betriebs- und Energiekosten sinken
  • Versorgungssicherheit steigt
  • keine Belastungen durch Feinstaub und Emissionen
  • hohe Effizienz bei der Energieerzeugung, daher gute CO2-Bilanz
  • Gebäudewert steigt durch bessere Bewertung im Energieausweis