Heizungswartung zahlt sich aus

Wie oft sollte eine Heizung gewartet werden?

Laut Energiesparverordnung 2009 (EnEV § 11 (3)) muß eine Heizung regelmäßig und fachkundig gewartet werden.

Hierbei werden die Kesselheizflächen und der Brenner gereinigt, alle Einstellungen überprüft und gegebenenfalls berichtigt und die Sicherheit der Anlage überprüft.

Die meisten Wartungsfirmen empfehlen eine jährliche Wartung, um eine optimale Sicherheit und Funktionalität zu gewährleisten.

Am bequemsten ist der Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem der Installateure aus unserem Wärmeteam. Die Wartungsaufwendungen für die Heizung sind dann klar kalkulierbar, zumal zum Wartungsvertrag üblicherweise auch die Hilfe im Notfall gehört.

Die Heizungswartungskosten können auf die Mieter umgelegt werden. Reparaturen allerdings nicht, da diese nicht zu den umlagefähigen Nebenkosten zählen.

Übrigens:
Die Wartung einer Heizung ist keine Aufgabe für Hobbybastler, auch nicht für einen versierten Heimwerker. Nicht nur weil heutige High-Tech-Gasgeräte und Regelungen spezielle Messgeräte und Werkzeuge erfordern, sondern weil die Eigenleistung an Kessel und Brenner zu unnötigen Störungen führen kann, die vom Fachmann behoben und teuer bezahlt werden müssen. Der Gesetzgeber sieht das genauso: Er schreibt in der Heizanlagen-Verordnung eine regelmäßige Wartung der Heizung vor, und zwar ausschließlich durch anerkannte Fachbetriebe.

Richtig lüften

Schimmel hinter dem Badezimmerschrank, nasse Fenster, schwarze Flecken im Schlafzimmer? Das richtige Lüften von Räumen und Gebäuden ist oft ein schwieriges Unterfangen. Beachten Sie folgende Punkte, um nicht nur Bauschäden, sondern auch Energieverluste zu vermeiden.

Richtiges Lüften ist eine wichtige Voraussetzung für unser Wohlbefinden!

Warum Lüften?
Die Güte unserer Atemluft, die wir zum Leben benötigen, spielt naturgemäß eine entscheidend wichtige Rolle für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere gesamte Lebensqualität. Jeder wird uneingeschränkt bestätigen können, dass frische Luft einen ungemein positiven Einfluss auf Körper, Geist und Seele ausüben kann.

Innenräume und Luftfeuchtigkeit
Generell ist anzumerken, dass die Entfeuchtung der Innenraumluft den wichtigsten Grund für die Durchlüftung von Wohn-, Arbeits- und Lagerräumen darstellt, vor allem um das Risiko der Bildung von Kondenswasser an kalten Bauteilen zu minimieren. Der Behaglichkeitsbereich für Innenräume liegt bei etwa 35% bis 65% relativer Luftfeuchtigkeit. Unterhalb dieses Bereiches klagen Nutzer häufig über ein Kratzen im Hals und bestimmte Viren und Bakterien finden hier sehr günstige Wachstums- und Lebensbedingungen vor. Über dem genannten Maximalwert wird das Innenraumklima meist als unangenehm drückend empfunden; er sollte jedoch vor allem aus bauphysikalischen Gründen nicht überschritten werden. Dass auch in Wohnbereichen erstaunlich hohe Mengen von Feuchtigkeit ständig an die Raumluft abgegeben werden, macht folgende Aufstellung deutlich:
Feuchtigkeitsquelle Abgegebene Wassermenge
Mensch, je nach Betätigung 50 bis 200 g pro Stunde
Große Topfpflanze 20 bis 30 g pro Stunde
Geschirrspüler 150 bis 250 g pro Spülgang
Waschmaschine 220 bis 400 g pro Waschgang
Kochen 450 bis 1000 g pro Stunde
Wannenbad ca. 1200 g pro Bad
Dusche ca. 1600 g pro Duschbad

Wann Lüften?
Angesichts dieser freigesetzten Wassermengen ist regelmäßiges Lüften Voraussetzung für ein gutes Wohn- und Arbeitsklima. Grundsätzlich sollte in Wohnräumen (sinngemäß auch in Arbeitsräumen) mindestens viermal täglich für einen möglichst vollständigen Luftwechsel gesorgt werden.

  • Morgens nach dem Aufstehen (Abführen von in der Nacht durch Personen, Zimmerpflanzen etc. angefallener Feuchte und CO2)
  • Mittags (Abführen von Wasserdampf und CO2 aus Luftbefeuchtern, Wäschetrocknern, Pflanzen, Aquarien etc. und Restfeuchte aus Betten und Matratzen)
  • Abends (Abführen von Wasserdampf und CO2 aus o.g. Quellen)
  • Vor dem Zubettgehen (Abführen von Feuchtigkeit und CO2 aus Atmung, Kochen, Waschen, Hygiene)

Darüber hinaus müssen kurzzeitig anfallende Spitzenkonzentrationen von Wasserdampf, wie sie z.B. durch Duschen entstehen, unverzüglich ins Freie abgeführt werden. Keinesfalls sollten diese feuchten Luftmengen durch Öffnen der Badezimmertür in die Wohnung geleitet werden.

Wie Lüften?
Die einfachste Art des Luftaustausches ist das Öffnen der Fenster, wobei ein vollständiger Luftaustausch erreicht werden sollte. Dieser ist am besten durch das sog. Querlüften (Öffnen von gegenüberliegenden Fenstern eines Raumes oder Gebäudeteils) zu bewerkstelligen. Das geht schnell und hat den Vorteil, dass aufgrund des entstehenden Durchzuges auch stehende Luft in Nischen und Ecken abgezogen wird.

Eine Dauerbelüftung durch permanentes Öffnen von Kippflügeln ist dagegen nur zu empfehlen, wenn Außen- und Innentemperaturen ähnlich sind (Energieverluste!) und die Außenluftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist.

Die erforderliche Belüftungsdauer ist abhängig von der Belüftungsart und von der Jahreszeit. Je niedriger die Außenlufttemperatur im Vergleich zur Raumtemperatur ist, desto kürzer kann die Lüftungsdauer gewählt werden, da die relativ kalte Außenluft bei der Erwärmung im Raum eine große Menge Feuchtigkeit aufnimmt, die beim nächsten Luftwechsel nach außen entsorgt wird. Bei Außentemperaturen unter ca. +8 Grad Celsius ist darauf zu achten, dass keine zu starke Abkühlung von Innenbauteilen erfolgt, da sich daran Kondenswasser bilden kann.

In fensterlosen Räumen und Kellern, die über Lüftungsschächte zwangsentlüftet werden, müssen die Abzugsöffnungen frei gehalten werden.

Eine Übersicht über verschiedene Lüftungsmethoden ist in folgender Tabelle aufgelistet:
Art der Lüftung Minimale Lüftungsdauer für einen vollständigen Luftaustausch Luftwechselrate pro Stunde
Querlüftung durch Öffnen gegenüberliegender Fenster ca. 2 Minuten ca. 30
Vollständiges geöffnetes Fenster ca. 4 bis 8 Minuten ca. 8 bis 15
Gekippte Flügel gegenüberliegender Fenster ca. 6 bis 15 Minuten ca. 4 bis 10
Gekippter Fensterflügel ca. 30 bis 120 Minuten ca. 0,5 bis 2
Gekippte Fensterflügel, Rolläden geschlossen ca. 1 bis 3 Stunden ca. 0,3 bis 1
Fenster und Türen geschlossen ca. 3 Stunden ca. 0 bis 0,2

Hinweis: Die Angaben in dieser Tabelle sind nur als Richtwerte zu betrachten. Lüftungsdauer und Luftwechselraten sind in hohem Maße abhängig insbesondere von Temperaturdifferenzen der Innen- und Außenluft, von Windverhältnissen und baulichen Gegebenheiten.

Als Grundregel für ein wirkungsvolles Lüften gilt:

  • Möglichst oft
  • Möglichst kurz
  • Möglichst kräftig (Querlüftung)

Lüften und Energiesparen:
Einen akzeptablen Kompromiss zu finden zwischen einer ausreichenden Durchlüftung von Innenräumen bei gleichzeitiger Minimierung der Energiekosten ist nicht immer einfach, da die Zusammenhänge komplex sind.

Wie vorangehend beschrieben ist Lüften ein (teilweiser) Austausch der Innenraumluft gegen Außenluft. Dabei wird zwangsläufig warme Luft aus dem Gebäude und kalte Luft ins Gebäude befördert, die danach mit einem nicht unerheblichen Energieaufwand wieder erwärmt werden muss.

In Altbauten liegt der Anteil allein für Wärmeverluste durch Lüftung bei 25 % bis 35 % des Gesamtenergieverbrauches, in Neubauten (hier ist der Anteil der Wärmeverluste durch luftundurchlässige Bauteile wegen der besseren Dämmung relativ gering) sogar bei bis zu 65 %. Das bedeutet beispielsweise für ein Einfamilienhaus: 600 – 900 m3 zusätzlicher Gasverbrauch.

Nach heutigem Stand der Erkenntnisse ist in Wohnungen ein kompletter Luftwechsel alle 2 bis 3 Stunden (entspr. einer Luftwechselrate von 0,5 bis 0,3) bei üblicher Nutzung ausreichend. So wichtig eine gute Luftqualität für den Nutzer auch ist, höhere Luftwechselraten sollten im Hinblick auf zu hohe Energieverluste vermieden werden.

So sparen Sie Heizkosten

  • Keine Dauerlüftung eines Raumes durch Spaltenöffnung eines Fensters, sondern richtig lüften
  • Heizkörper nicht durch Gardinen, Verkleidungen oder sonstiges verdecken (Wärmestau vermeiden)
  • Wärmedämmung der Heizkörpernischen verringern die Wärmeverluste
    Rolläden, Vorhänge oder Fensterläden bei einbrechender Dunkelheit schließen, um die Wärmeverluste durch die Fenster zu vermindern
  • Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius ergibt ca. 6 bis 7 % Energieeinsparung
    Überheizte Räume sind nicht gesund, als Richtung gilt: Wohnzimmer 20 Grad Celsius, Küche 18 Grad Celsius,
  • Schlafräume 16-18 Grad Celsius, Bad 22-23 Grad Celsius, Kinderzimmer 21-22 Grad Celsius, Flur 18 Grad Celsius
  • Auf genügend Luftfeuchtigkeit achten (ca. 35-65 %), wirkt wärmer als trockene Luft
  • Pflanzen sorgen für ein angenehmes Klima und Wohlbehagen
  • Sinnvoll sind Heizpausen bei längerer Abwesenheit der Bewohner. Die Raumtemperatur sollte dabei 12 Grad Celsius nicht unterschreiten. Bei Winterbetrieb die Anlage auf Frostschutz einstellen, um Bauschäden zu vermeiden
  • Wärmedämmung der Rohrleitungen
  • Raumthermostat und witterungsgeführte Regelung mit Schaltuhr sorgen für eine genaue zeitabhängige Beheizung der Wohnung (Nachtabsenkung)
  • Thermostatventile in den einzelnen Räumen sorgen für die jeweils gewünschte Raumtemperatur

So sparen Sie Kosten bei der Warmwasseraufbereitung

  • Schon bei der Planung auf kurze Wege der Leitungen achten
  • Leitungen gegen Wärmeverlust isolieren
  • Warmwasserspeicher auf Kalkablagerungen prüfen (Wirkungsgrad verschlechtert sich)
  • Ein komfortables Duschbad benötigt halb so viel Warmwasser wie ein normales Wannenbad
  • Begrenzung der Warmwassertemperatur auf max. 60 Grad Celsius
  • Zirkulationsleitungen mit zeitabhängiger Pumpe ausrüsten
  • Einhandmischer regulieren die Wassertemperatur besser als Zweigriffarmaturen
  • Einbau von Thermostatarmaturen an Dusche und Badewanne
  • Handwaschbecken im Gäste-WC nur mit Kaltwasser anschließen

Heizungstechnik – Drehzahlgeregelte Heizungspumpen
Tauschen Sie Ihre alte Heizungsumwälzungspumpe gegen eine neue elektronische mit Drehzahlregelung! Ihr Vorteil: Diese modernen Geräte passen die Förderleistung und damit den Stromverbrauch dem jeweils aktuellen Wärmebedarf an. Die herkömmlichen Pumpen sind dagegen permanent auf die höchste Heizlast ausgelegt, die nur an wenigen Tagen im Jahr nötig ist.

Heizenergie sparen – Komfort
Mit programmierbaren elektronischen Heizkörper-Thermostaten können mehr Heizkosten gespart werden. Warum sollen Räume permanent voll beheizt werden, wenn diese nur zeitweise genutzt werden? Eine bedarfsgerechte Beheizung der Räume spart erheblich Heizenergie und damit auch Energiekosten.

Heizungsrohre dämmen

Kaum zu glauben: Jeder Meter ohne Isolierung kostet 5m³ Erdgas. Eine Isolierung in Eigenarbeit ist auch für den ungeübten Heimwerker kein Problem.

Schornsteinfeger beobachten nicht selten, dass Wärmeverteilanlagen und Warmwasser führende Rohrleitungen im Heizraum immer noch nicht wärmegedämmt sind. Dadurch entstehen erhebliche Wärmeverluste. Jeder laufende Meter einer unisolierten Heizwasserleitung kostet pro Jahr rund 5m³ Erdgas. Wir raten Ihnen: „Rohrleitungen und Armaturen im ungeheizten Bereich des Gebäudes sollten immer ausreichend gedämmt sein, die Dämmstärke mindestens dem Rohrdurchmesser entsprechen. Da zahlen sich die paar Euro für das Isolationsmaterial ganz schnell wieder aus.“

Gleichfalls lohnend ist eine ausreichende Wärmedämmung der Brauchwasserzirkulationsleitung. Überdies sollte die Zirkulationspumpe mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet sein, die nach den Ansprüchen der Hausbewohner individuell programmiert werden kann. Lassen Sie sich eventuell vom Fachmann beraten.