Die Handelspreise auf dem Strommarkt haben im vergangenen Jahr stark angezogen. Zusätzlichen Auftrieb erhielten sie Anfang 2022 durch den Ukraine-Konflikt. Trotz vorausschauender Einkaufspolitik macht sich diese Entwicklung jetzt auch bei den Stadtwerken Meerbusch bemerkbar.

Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke: „Die aktuellen Unsicherheiten über den Fortgang der Rohstofflieferungen von Russland nach Europa haben die Notierungen im Energiehandel stark ansteigen lassen.“ Von dieser Entwicklung sind auch die Stadtwerke Meerbusch betroffen. Selbst der Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 kann die extrem gestiegenen Beschaffungskosten nicht kompensieren. Infolgedessen müssen die Stadtwerke den Preis für Strom in der Grund- und Ersatzversorgung anpassen. Der Arbeitspreis für Strom beträgt ab dem 1. Juni dieses Jahres 36,30 Cent brutto je Kilowattstunde. Dieser Preis betrifft alle zur Zeit im Grundversorgungstarif befindlichen Kund:innen.

Für einen Haushalt von vier Personen, der im Jahr durchschnittlich 3.500 Kilowattstunden Strom verbraucht, sind das umrechnet 21 Euro mehr im Monat. Kundinnen und Kunden mit einem Langzeittarif sind von der Preisanpassung nicht betroffen.

Seriöse Prognose nicht möglich

Eine seriöse Prognose zur Entwicklung der Energiepreise ist aktuell nicht möglich. Dazu Tafil Pufja: „Sollte es wegen des Ukraine-Konflikts zu längerfristigen Rohstoffengpässen kommen, ist damit zu rechnen, dass die Energiepreise weiterhin hoch bleiben. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass durch wirtschaftliche oder politische Entwicklungen die Stromnotierungen wieder nachgeben.“

Aneta Knebel, Leiterin des Vertriebs und Kundenservice sagt: „Wir prüfen die Situation an den Beschaffungsmärkten kontinuierlich. Im Falle einer Entspannung, werden wir die Preise auch wieder senken können.“

Wer selbst aktiv werden und Strom sparen möchte, findet Tipps dazu unter: stadtwerke-meerbusch.de/strom-sparen

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